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Freiwilligenarbeit von Migrantinnen und Migranten föder die Integration

Im Rahmen des Europäischen Freiwilligenjahres 2011 hat das FIMM Schweiz ein Projekt zum Thema „Freiwilligenarbeit von Migrant/innen“ durchgeführt. Das Ziel des Projektes war es einerseits Informationslücken zum Thema zu schliessen und andererseits auf die Bedeutung der Freiwilligenarbeit von Migrant/innen hinzuweisen.

Zu diesem Zweck hat das FIMM Schweiz in Zusammenarbeit mit einer Studentin der Fachhochschule Nordwestschweiz eine qualitative Studie zum Thema erstellen lassen. Dazu wurden 9 Migrant/innen aus drei verschiedenen Nationen zur formellen Freiwilligenarbeit befragt. Als wichtigste Gründe für Freiwilligenarbeit wurden dabei die Unterstützung des eigenen Kulturkreises, Hilfeleistungen für die Integration, Verantwortungsgefühl und die Herzensangelegenheit genannt.

Damit decken sich die Ergebnisse dieser Umfrage mit den Erfahrungen des FIMM Schweiz. Migrant/innen haben eine Fülle von formellen und informellen Strukturen in der Schweiz geschaffen, welche dazu dienen die Menschen durch Angebote wie Kinderbetreuung, Übersetzungsdienste, Sprachkurse oder Hilfe bei Behördengängen zu unterstützen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die zahlreichen Migrantenvereine, welche die verschiedenen Angebote koordinieren sowie eine Vermittlerrolle zwischen  Migrant/innen und Behörden ausüben. In der Schweiz gibt es vermutliche einige tausend Migrantenvereine, deren Aktivitäten weitgehend auf dem Engagement von Freiwilligen beruhen.

Um diese Freiwilligenarbeit sichtbarer zu machen, hat das FIMM Schweiz daher zusammen mit Migrantenvereinen Veranstaltungen in der ganzen Schweiz zum Thema organisiert. So hat beispielsweise der tamilische Verein Uthayam in Uznach (St. Gallen) einen Tag der offenen Tür veranstaltet, an dem über 50 Personen teilnahmen, davon 2/3 Schweizer/innen.

Die Teilnehmer/innen unterstrichen die Bedeutung solcher Treffen und waren der Meinung, dass solche Anlässe sehr wichtig für das gegenseitige Verständnis sind. In Lausanne wiederum hat die Theatergruppe „Metis’Arte“ das Thema aus einer künstlerischen Sicht mit einer improvisierten Vorstellung an der Preisverleihung zum Projekt „Caravan des Quartiers“ einem breiten Publikum präsentiert.

Das FIMM Schweiz hat zudem ein Positionspapier zum Thema verfasst, in dem gefordert wird, dass der Freiwilligenarbeit von Migrant/innen mehr Wertschätzung entgegengebracht und sie öffentlich anerkannt wird. Schliesslich unterstützen Migrant/innen mit ihrer Freiwilligenarbeit den Staat und helfen damit Kosten zu senken.


Informationen und Anmeldung

Interessierte Vereine können noch bis Ende Februar 2012 eine Veranstaltung zum Thema Freiwilligenarbeit organisieren. Nehmen Sie mit unserem Sekretariat unter 031 328 98 98 oder jasmina.causevic@fimm.ch Kontakt auf.

Dokumente zum Thema

Bachelorarbeit von Isabelle Nold: "Formelle Freiwilligenarbeit: Die Beweggründe von Migrantinnen und Migranten. Eine qualitative Untersuchung aus der Perspektive der Einstellungsforschung." (PDF, 5.1 MB)

Positionspapier des FIMM Schweiz zum Thema Freiwilligenarbeit (PDF, 80 KB)

Medienmitteilung des FIMM Schweiz zum Thema (PDF, 60 KB)

 

Alevitisches Kulturzentrum Ostschweiz

 

Uthayam

 

Metis'Arte


Volkshaus Miteinander

 

Anatolisch-Alevitisches Kuturzentrum Zürich

 

 

Dieses Projekt wird durch den Integrationskredit des Bundes und die Gewerkschaft UNIA unterstützt.